René Elsässer im Interview

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René Elsässer kam erst später in seiner Karriere zum Social Media und ist heute Marketingleiter des Unternehmens Nordbleche. Sein Schwerpunkt liegt dabei neben den klassischen Aufgaben in den Bereichen Social Media und Suchmaschinenoptimierung. Ab Januar 2016 wechselt er als Marketingleiter zur Feinkostfleischerei Sostmann in Bramsche.

 

Stelle dich, deinen aktuellen Job und dein Unternehmen vor.

Hallo, Moin Moin aus dem Oldenburger Münsterland. Ich bin René Elsässer und Marketingleiter der Firma Nordbleche, einem Hersteller von Trapezblech, Wellblech, Hochprofil und Kantteilen sowie Handel für Profilblech, Dandwichplatten und Dachdecker / Handwerker Zubehör. Mit zwei Mitarbeitern kümmere ich mich um das gesamte klassische wie auch “moderne” Marketing für das Unternehmen. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt im Bereich Social Media und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Allerdings nur noch bis Monatsende, denn dann wechsel ich zur Feinkostfleischerei Sostmann in Bramsche, um ab Januar 2016 dort die Marketingleitung zu übernehmen. Da geht es dann nicht mehr um Trapezbleche, sondern “um die Wurst”.

Was sind die Hauptaufgaben in deinem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ich habe das Glück im aktuellen, wie auch künftigen Arbeitsplatz, ein hohes Maß an Freiheit zu genießen, meine Kreativität in die Arbeit fließen zu lassen. Daher gibt es keinen typischen Arbeitstag, jeder läuft anders und hat jedoch stets eines gemeinsam: Permanente Informationsaufnahme aus denen ich neben meinem tagesaktuellen Allgemeinwissen zu Branche, Fach und Region auch diese spontan und anlassbezogen adaptieren und in die tägliche Arbeit einbinden können muss. Der Arbeitstag beginnt aber grundsätzlich mit einem individuell gemischten Müsli, der Lektüre von diversen Newslettern und anschließend einem leckeren Kaffee.

Welchen Karriereweg hast eingeschlagen, um dorthin zu kommen, wo du heute bist?

Mein Weg ist sehr abwechslungsreich gewesen. Gelernt habe ich mal Industriemechaniker Fachrichtung Betriebstechnik, das war 1995. Allerdings hatte ich mich nebenbei schon mit PCs und dem Internet beschäftigt, so dass ich schon nebenbei mein Interesse an der IT durch Installationen und Hardwarebasteleien als Hobby betrieb, um 1999 nach Abschluss der Ausbildung anstatt im Lehrberuf, in der SAP Abteilung tätig zu werden. Seitdem habe ich nie wieder an der Drehbank und anderen Maschinen gestanden, sondern den MCSE für Windows NT 4 gemacht, ein Presseseminar besucht, im elterlichen Eventunternehmen gearbeitet, im Fernstudium Betriebswirtschaft und später zum Marketingfachwirt und Social Media Manager studiert, war selbständig als Marketingberater…und hatte noch weitere Stationen. Meine handwerkliche Ausbildung ist die beste Grundlage für all mein berufliches Wirken bis heute gewesen und weil ich das Glück hatte, stets das beruflich ausweiten und nutzen zu können, was mir Spaß macht, wurden bisher alle Projekte erfolgreich und mit Leidenschaft durchgespürt. Das größte Lob kam von Kunden, die zur Webseite sagten „Man spürt, in dieser Seite lebt eine Seele“. Und genauso sind meine Marketingaktionen auch – mit Leidenschaft gemacht.

Welche Fähigkeiten bzw. Studienabschlüsse sind in deinem aktuellen bzw. zukünftigen Job gefragt?

Meiner Meinung nach ist das Wichtigste nicht in einer Ausbildung zu erlernen, sondern höchstens in vielen Ausbildungsberufen/Studiengängen zu verfeinern: Kreativität, die Lust am Schreiben und Gestalten sowie der unbedingte Wille zu Leistung und Interesse über den Tellerrand hinausschauen zu wollen. Mit einer großen Prise Neugier, Allgemeinwissen und Schwung lässt sich mit den Grundkenntnissen der Materie dann der Job ausfüllen. Dies passt natürlich nicht für die Position als „Rädchen im System“, einer großen Agentur oder Marketingabteilung, da gibt es Strukturen und Arbeitsplatzbeschreibungen, die einzuhalten sind, wer jedoch viel Freiraum hat, sollte die obigen Ratschläge beherzigen.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Social Media Manager braucht?

Allgemeinwissen, Neugier, Kreativität und natürlich Eloquenz.

Was war aus deiner Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn deinr Laufbahn?

Die Grundlage allem war die Saat meiner Eltern. Ohne pädagogische Gesichtspunkte, sondern der Erfordernis nach im Rahmen realistischer Möglichkeiten, habe ich bereits als Kind im elterlichen Betrieb mitgeholfen und die Maxime meines Vater „Junge, du musst alles Können“ und das Geschenk der Oma, ein Lexikon, das ich durchlesen sollte, und es 3x tat, habe ich damals nicht verstanden. Doch aus heutiger Sicht ist dies der Schlüssel zu allem Erfolg bei mir gewesen. Ich muss nicht alles wirklich können, doch ich möchte es möglichst verstehen und vielleicht „ein bisschen“ können…so lebe und arbeite ich bis heute. Das habe ich durch meine Kindheit meinen Eltern zu verdanken. Und ich danke ihnen sehr dafür, ich wäre heute nicht der, der ich bin, wenn ich sie nicht hätte. (In mehrfacher Hinsicht)

Welche Tipps/Ratschläge würdest du Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Social Media interessieren?

Alles hat zwei Seiten. Wer mit Leidenschaft solch einen Job machen will, muß sich auch bewusst sein, dass ein ganzer Teil seines Lebens online stattfindet. Beruflich. Klar, doch die Grenzen verschwimmen irgendwann wenn man es wirklich mit Leidenschaft verfolgt. Und wenn es keinen Ausgleich gibt, sehe ich die Gefahr, die berühmten viereckigen Augen zu bekommen. Das Maß ist also wichtig, das Bewusstsein über das Handeln und stets ein Ziel vor Augen zu haben. Mein Ausgleich ist der Garten und die Möglichkeit, meine handwerklichen Fähigkeiten nutzen zu können viel selbst an Haus und Technik erledigen zu können.

Was spricht für und was gegen einen Job im Social Media?

Wie bei –vermutlich- allen Jobs gibt es neben den Sonnen- auch Schattenseiten, daher gibt es für mich kein Abwägen in gut oder schlecht, denn ich konnte mich immer flexibel auf die Belange von Markt, Unternehmen und aktuellen Begebenheiten einstellen und mich inkl. meines Jobs entsprechend auch anpassen. Diese Flexibilität liegt nicht jedem, andere Menschen brauchen Stabilität und Sicherheit, in solch schnelllebigen Medien wie Internet und Social Media kann diese aus meiner Sicht aber nur geleistet werden.

Was war das Highlight in deiner bisherigen Karriere?

Ich bin auf sie stolz insgesamt, auf den ganzen Weg von meiner Ausbildung als Mechaniker über die Fernstudiengänge bis hin zum Agenturgeschäftsführer und Marketingleiter bei Nordbleche und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten. Bei den ganz vielen tollen Erlebnissen, gewonnenen Preisen, Medienauftritten und was mir Job, Familie und Firma in Wechselwirkung gegeben haben, ist es mir nicht möglich da nur ein Highlight herauszupicken.

Wie stellst du dir deinen weiteren Karriereweg vor?

Genauso wie bisher. Spaß bei der Arbeit haben, sie nicht als lebenserhaltende und geldbeschaffende Maßnahme, sondern als Erfüllung und Lebensbereicherung zu sehen. Dies war sicherlich auch mit ein großer Grund für den sehr wandelbaren Karriereweg, der jedoch nur auf den ersten Blick unstetig erschien, denn im Gesamtpaket -und hier habe ich ihn nur grob skizziert- gibt es einen roten Faden der noch ganz viel nach vorne zeigt aber nicht immer alles sofort zu erkennen gibt, wo der Weg weiter hinführt.

Du bist Wirtschaftsjunior in Osnabrück. Bringst du dort deine Social Media Kenntnisse ein?

Derzeit bin ich noch Moderator bei diversen WJ-Xing Gruppen und Ambassador für die Xing Osnabrück Gruppe. Das werde ich aber im nächsten Jahr zurückstellen, da ich fast zehn Jahre aktiv in diesem Gebiet war. Für meinen Heimatkreis WJ Osnabrück bin ich neben meiner hauptsächlichen Tätigkeit/Engagements auf Bundesebene im Bundesvorstand (seit 2012 Bundesbauftragter Debating und seit 2014 Direktor WJD Training), im Arbeitskreis PR aktiv und neben den Berichten für unseren ca. vierteljährlichen Newsletter, unterstütze ich auch bei der WJ OS Facebookseite und der internen WJ Facebook Gruppe.

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