Tina Gallinaro im Interview

Veröffentlicht am von

Experteninterview mit Tina Gallinaro von Extrawerbung

Experteninterview mit Tina Gallinaro von Extrawerbung / Foto: Tina Gallinaro

Tina Gallinaro ist Inhaberin von Extrawerbung.de und betreut KMU-Kunden auf dem Weg in die sozialen Medien. Dabei begleitet und coacht sie ihre Kunden für ein selbständiges Auftreten im World Wide Web. Wir sprachen mit ihr über ihren Alltag und die Besonderheiten beim Social Media.

 

Stell dich, deinen aktuellen Job und dein Unternehmen vor.

Hallo, mein Name ist Tina Gallinaro und ich bin Gründerin und Inhaberin von Extrawerbung.de, socialmedia-betreuung.de und Social-Web-News.de. Extrawerbung ist meine Hauptseite und wird demnächst einem Relaunch unterzogen. Auf media-betreuung.de blogge ich und mit den Social-Web-News veröffentliche ich jeden Freitag eine Wochenschau meiner Perlen, die ich im Tauchgang im WWW entdeckt habe. Meine Kunden sind bislang noch nicht in den sozialen Netzwerken zu finden oder gerade neu in den sozialen Netzwerken angekommen.

Ich habe es zu meiner Aufgabe gemacht, mit Leidenschaft und Engagement, Unternehmen im Online Marketing hilfreich unter die Arme zu greifen. Mein Schwerpunkt liegt ganz klar bei dem Thema Social Media. In der „realen Welt“ ist der Begriff Social Media noch lange kein verständlicher Begriff, deshalb setze ich bewusst die Aussage „Online Marketing“ ein. Meine Job gibt mir jeden Tag das schöne Gefühl, Menschen in ihrem Online Business voranzubringen.

Was sind die Hauptaufgaben in deinem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Als typischen Arbeitstag werden morgens erst einmal die E-Mails gecheckt, sämtliche Social-Media-Kanäle (nicht nur meine – auch die der Kunden) überprüft, um dann weiter Richtung relevante News zu gehen. Danach stehen die täglichen Coaching Angebote vor Ort an (im Umkreis von Biberach bis maximal 50 Kilometer Entfernung), aber immer öfter über Google Hangout.

Wie man sich das vorstellen kann? Ganz einfach:

Wenn eine Mutter ihrem Kind das Laufen beibringt, achtet sie genau darauf, dass das Kind – ohne sich zu verletzen – es eigenständig schafft, auf das Sofa rauf und ohne runterzufallen wieder runterkommt. Sie zeigt mit viel Geduld das Treppen gefährlich sein können wenn man sich nicht am Geländer festhält und das bestimmte Dinge wie eine Steckdose, ein heißer Backofen oder ein Topf auf dem Herd oder gar ein Auto auf der Straße Dinge sind, auf die man besonders aufpassen muss. Zwar lernt man nur aus Eigenerfahrung, dass es besser wäre, wenn man nicht auf eine heiße Herdplatte fasst, aber diese Erfahrung wäre sehr, sehr schmerzhaft und würde fiese Wunden hinterlassen.

So ist die Zusammenarbeit mit meinen Kunden. Ich bringe Ihnen bei, wie sie sich richtig in den sozialen Netzwerken positionieren können, welchen Gefahren sie ausweichen sollten, damit es später nicht schmerzlich weh tut. Denn es ist nicht alles Gold, was glänzt. So leicht und locker, wie das auch manchmal aussieht, es steckt eine Menge Arbeit dahinter. Es macht mir richtigen Spaß sie dabei zu beobachten, wie sie sich eigenständig weiterentwickeln.

Nach den Coachings stehen meine Kontakte in den sozialen Netzwerken im Vordergrund, denn auf dieses Geben und Nehmen, dieses harmonische Miteinander, möchte, will und werde ich niemals verzichten!

Nach Feierabend und am Wochenende gilt die Zeit ganz meiner Familie! Und natürlich bin ich für meine Kunden auch am Wochenende erreichbar, aber nur wenn es wirklich „brennt“.

Welchen Karriereweg hast du eingeschlagen, um dorthin zu kommen, wo du heute bist?

Ich kann auf langjährige Erfahrungen als Restaurantleitung in der Gastronomie sowie Tourenplanungen und Mitarbeiterführung im Transportwesen zurückgreifen. Nach der Geburt meines Sohnes war klar, dass ich weder in den einen noch in den anderen Job zurückkehren möchte. Die Vollzeit-Gastronomie oder der Kurierdienst, indem man oft tagelang unterwegs ist, lässt sich nur schwer mit der Familie vereinbahren.

Zuerst war es nur Neugierde, aus dieser Neugierde heraus entwickelte sich eine immer größer werdende Flamme und heute brennt das Feuer für Social Media lichterloh. Die Tatsache an sich, dass ich den Umgang mit den Menschen liebe und ziemlich vertraut mit vielen Dingen bin was mit dem Internet zu tun hat, hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin.

Welche Fähigkeiten bzw. Studienabschlüsse sind in deinem aktuellen Job gefragt?

Kein Auftraggeber interessiert sich sich auch nur annähernd für meine Diplome, Urkunden oder Studienabschlüsse. Einzig und allein wird danach geschaut, wie ich mich präsentiere, was ich von mir gebe und wie ich mich darstelle. Ob ich einen neuen Auftrag bekomme, ist immer abhängig davon, ob die Chemie zwischen dem Kunden und mir stimmt.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Social Media Manager braucht?

Durchhaltevermögen, Einsatz, Interesse , Leistungsbereitschaft und Teamfähigkeit, Loyalität zum Kunden und vor allem: Ehrlichkeit.

Was war aus deiner Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn deiner Laufbahn?

Ich habe meine Kontakte in den sozialen Netzwerken einfach mal eine zeitlang beobachtet, ihnen auch Hilfestellungen gegeben, warum man beispielsweise nicht all zu sehr mit der Holzhammer-Methode Werbung machen sollte und vieles mehr. Irgendwann habe ich den Sprung in die Selbständigkeit gewagt, weil ich immer mehr Anfragen und Aufträge verzeichnen konnte.

Welche Tipps würdest du Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Social Media interessieren?

Viele frisch gebackenen Social Media Manager wollen gleich die Zugspitze erklimmen, ohne vorher mal einen kleinen Hügel bestiegen zu haben. Eine bestandene Prüfung und das Zertifikat erfüllt aber immer noch nicht das langersehnte Ziel, eine Festanstellung als Social Media Manager zu bekommen. Social Media ist noch lange nicht überall in den Köpfen angekommen! „Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen!“, von daher ist es immens wichtig, sich auch mit den richtigen Umfeld und seriösen Kontakten zu verbandeln.

Hält man sich immer nur in Kreisen von fragwürdigen Gestalten auf (selbsternannte Experten und gelangweilte Hausfrauen, die mehr Schaden anrichten, als das es jemals von Nutzen sein könnte), zieht man sich selbst in diesen Sumpf aus niveaulosem Denken und Handeln hinein. Man sollte seine eigenen Ansprüche so hoch stellen, dass man sich nicht mit Minderwertigem zufrieden gibt, nur weil die „großen Aufträge“ noch nicht in Sicht sind. Lieber ein paar Aufträge und Angebote von Kunden ablehnen, die nicht bereit sind, angemessen zu zahlen, als hinterher als Billiganbieter dazustehen, den niemand haben will.

Demnach sollte man sich nicht all zu sehr darauf festbeißen und in ein seelisches Tief abtauchen, wenn es mit dem ersehnten Job nicht sofort klappt. Einfach abwarten und geduldig sein. Immerhin sind wir die Pioniere im Internet – die Zeit ist unser Freund! Zudem sollte man Beiträge mit Mehrwert auf seiner Webseite oder Blog veröffentlichen, als Vorzeigeschild und eigene Referenz. So können sich Auftraggeber in spe ein klares Bild machen, mit wem sie es zu tun haben.

Was spricht für und was gegen einen Job im Social Media?

Wer denkt, man könnte in diesem Berufszweig problemlos mal eben das schnell verdiente Geld einsacken, sollte sich besser mit dem Thema Glücksspiele beschäftigen, vielleicht ist die Glücks-Göttin Fortuna milde gestimmt und erweist sich gnädig. Man sollte sich also immer vor Augen halten, dass man es mit Menschen zu tun hat, die nicht wie eine gemästete Weihnachtsgans ausgenommen werden wollen. Denn oftmals sind die Wunscherwartungen an diesem Job vollkommen ins Blaue gegriffen als wirklich umsetzbar. Wer keinen Spaß daran hat, aktiv zu netzwerken und diesen Bereich auch zu leben, findet auf dem Arbeitsmarkt garantiert andere Möglichkeiten. Nur wer dafür brennt kann diese Leidenschaft auch auf andere übertragen!

Was war das Highlight in deiner bisherigen Karriere?

Holla, die Waldfee, da gibt es so einige! In erster Linie sind es aber meine Kunden, die eine wahre Bereicherung für mich sind. Wenn ich sie beobachte, wie sie meine Tipps und Ratschläge annehmen und das Erlernte umsetzen, erfüllt mich das voller Stolz. Es ist besonders schön, wenn man seine Auftraggeber auch persönlich trifft und das Brainstorming auf einem Level ausgeführt wird, wo man neben Lernen auch noch herzhaft miteinander lachen kann. Man hat mir bereits mehrmals versichert, dass meine offene Art und Weise, vor allem, wie ich die Dinge anpacke, sehr erfrischend sind. Dadurch bekommt man meist weitere Inspirationen, die hilfreich umgesetzt werden können. In dem Sinne ist jeder Kunde immer wieder ein Highlight für mich.

Wie stellst du dir  deinen weiteren Karriereweg vor?

Ich werde genau da weitermachen, wo ich jetzt auch bin und werde dabei niemals mein Ziel vor Augen verlieren. Geradlinig, meiner Art und Weise treu bleibend! Meine Weichen für die Zukunft sind mit vielen Netzwerkpartnern bereits gestellt!

Auf welchen Social Media Kanälen bist du vertreten?

Facebook, Twitter und Google+

Welche Social Media Fachbücher / Fachliteratur empfiehlst du?

Social Media Manager im Beruf: Praxisratgeber für erfolgreiches Social Media Management von Inga Palme und Natascha Ljubic
Link: http://www.amazon.de/Social-Media-Manager-Beruf-Praxisratgeber/dp/3944176391

Recht im Social Web: Der umfassende Ratgeber für alle Fragen im Social Media Marketing von Christian Solmecke
Link: http://www.amazon.de/Recht-Social-Web-Rechtssicherheit-Social-Media-Auftritt/dp/3836226081

Recht im Online-Marketing: So schützen Sie sich vor Fallstricken und Abmahnungen
Link: http://www.amazon.de/Recht-Online-Marketing-sch%C3%BCtzen-Fallstricken-Abmahnungen/dp/3836234769/

Blog Boosting von Robert Weller und Michael Firkes
Link: http://www.amazon.de/Blog-Boosting-Marketing-Content-Design/dp/3826692381

Think Content von Miriam Löffler
Link: http://www.amazon.de/Think-Content-Content-Strategie-Content-Marketing-Computing/dp/3836220067

nach oben

Tina Gallinaro im Interview

by Karriere im Social Media time to read: 6 min
0