Infos zum Praktikum

Social Media Praktikum Infos auf Karriere im Social Media„Generation Praktikum“ – inzwischen war fast Jeder im Laufe seines Lebens mindestens einmal Praktikant. Ob als Schüler, im Rahmen des Studiums oder als Berufseinstieg, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und natürlich auch gute Gründe für ein Praktikum, je nachdem in welcher Lebensphase du dich gerade befindest. Jede Woche (freitags) empfehlen wir dir ein Praktikum im Social Media Bereich. Hier klicken.

Fünf Gründe für ein Praktikum

Praktika dienen der Berufserfahrung ohne Verantwortung, d.h. man kann auch mal etwas ausprobieren wo man keine Erfahrung sammeln konnte. Mit diesen fünf Gründen erfährst du, ob du bereit für ein Praktikum bist.

  • Praktikumszeugnis: Klingt banal, ist aber sehr wichtig, gerade wenn das Praktikum bei einer angesagten Social Media Agentur war oder du in der Online Redaktion einer großen Zeitung tätig warst
  • Blick hinter die Kulissen: Du möchtest auch beruflich mit Facebook und Instagram arbeiten? Klingt nach einer Menge Spaß und ist auch gleichzeitig ziemlich planlos wie aufwendig ein Social Media Alltag aussieht. Ein Praktikum hilft dir dabei, deine Vorstellungen zu konkretisieren. Du findest heraus, welche Tätigkeiten dir liegen und auch, welche dir Spaß bereiten. So stellt sich der vermeintliche Traumjob manchmal als langweilig heraus während auf dem Papier eher uninteressant erscheinende Aufgaben überraschenderweise genau das Richtige für dich sein können.
  • Probieren geht über Studieren: Das in der Schule bzw. im Studium erlernte theoretische Wissen im praktischen Arbeitsleben anzuwenden, diese Möglichkeit bietet dir ein Praktikum. Umgekehrt kannst du auch Anregungen mitnehmen für deine weitere theoretische Ausbildung, die dir vielleicht bei Klausuren, Hausarbeiten etc. helfen.
  • Networking: Kontakte in der Onlinebranche holt man sich offline, d.h. bei der Arbeit. Manche Unternehmen bieten nicht genügend Arbeitsplätze aber können dir ein Praktikum vermitteln. Dann bist du dennoch mitten drin und wirst auch auf Events mitgenommen, wo du neue Social Media Manager oder Community Manager kennenlernst.  Hast du während des Praktikums einen guten Eindruck hinterlassen, wird man sich vielleicht an dich erinnern, wenn eine passende Stelle frei wird, denn du bist mit den Arbeitsabläufen und dem Team bereits vertraut und musst nicht komplett neu eingearbeitet werden. Manchmal kommst du so auch über ein paar Ecken an einen Job, z.B. bei einem Partnerunternehmen, mit dem du während deiner Praktikumszeit zu tun hattest.
  • Tapetenwechsel: Du kannst das Praktikum dafür nutzen, eine andere Stadt oder ein anderes Land kennenzulernen. Bei einem Auslandspraktikum kannst du nicht nur eine fremde Kultur erleben, sondern auch eine Fremdsprache lernen bzw. bereits vorhandene Kenntnisse vertiefen. Dazu kommt, dass du den ausländischen Markt verstehst und weißt was dort gerade trendig ist. Vielleicht gibt es auch ein neues soziales Netzwerk, welches wir in Deutschland (noch) nicht benutzen und hast einen Vorteil.

 

Sieben verschiedene Arten von Praktikum

Für ein Praktikum gibt es viele verschiedene Zeitpunkte – je nach diesem richten sich auch Inhalte, Dauer und Rahmenbedingungen. Zudem spielt dein Alter auch eine Rolle. Bitte beachte die aktuellen Regelungen zum Mindestlohn.

Schülerpraktikum

  • Zeitpunkt: Je nach Schulform findet das Praktikum zwischen der 9. und 11. Klasse statt.
  • Dauer: In der Regel drei Wochen.
  • Suche: Schulpraktika sind meistens nicht in Jobbörsen ausgeschrieben, trotzdem sind viele Arbeitgeber bereit, dich in ihren Betrieb hineinschnuppern zu lassen. Um das richtige Unternehmen zu finden, schaue dir Bewertungen von Praktika an – auch wenn dort eher Studentenpraktika beurteilt werden findest du vielleicht Anhaltspunkte. Ein Anruf ist der schnellste Weg um zu erfahren, ob Schülerpraktika generell möglich sind.
  • Inhalt: Als Schülerpraktikant wirst du noch keine Arbeitskraft ersetzen, vielmehr darfst du den Mitarbeitern über die Schulter schauen. Betreut wirst du nicht nur vom Unternehmen, sondern es besucht dich auch ein Lehrer während des Praktikums. Häufig wirst du einen Praktikumsbericht schreiben müssen, am besten machst du dir hierfür schon während des Praktikums Notizen.
  • Recht: In der Regel sind Schülerpraktika nicht vergütet, trotzdem gilt für dich natürlich das Arbeitsrecht mit seinen Arbeitszeit- und Pausenregelungen.

Vorpraktikum

  • Zeitpunkt: An der Fachhochschule ist ein Vorpraktikum oftmals Voraussetzung für die Immatrikulation. Den Nachweis musst du aber i.d.R. noch nicht bei der Bewerbung erbringen sondern erst bei Studienbeginn, d.h. du kannst die Zeit zwischen Abitur und Semesterstart für das Praktikum nutzen. In manchen Fällen hast du sogar bis zum Ende des Grundstudiums Zeit, dann kannst du das Vorpraktikum auch in den Semesterferien ableisten.
  • Dauer: Zwischen sechs und 13 Wochen. Teilweise kannst du diese Zeit auch splitten, d.h. einen Teil vor und einen Teil während des Studiums ableisten. Oder du teilst die Zeit sogar zwischen verschiedenen Unternehmen auf.
  • Suche: Achte darauf, welche Anforderungen seitens des Studienganges an das Praktikum gestellt werden, d.h. in welcher Branche das Praktikum abzuleisten ist und welche Grundfertigkeiten du erwerben solltest, damit es anerkannt wird.
  • Tipp: Auch wenn der Hauptgrund für das Vorpraktikum der Schein ist, hat es noch weitere Vorteile. Du kannst nochmal überprüfen, ob die Branche wirklich das Richtige für dich ist, außerdem kannst du wertvolle Erfahrungen sammeln und vor allem auch wichtige Kontakte für später knüpfen – vielleicht für ein zweites Praktikum im weiteren Studienverlauf oder sogar für einen festen Job.
  • Hinweis: Hast du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Branche vorzuweisen, musst du oftmals kein Vorpraktikum nachweisen. Trotzdem ist es natürlich empfehlenswert, freie Zeit zu nutzen, um Berufserfahrung zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.

Praxissemester

  • Zeitpunkt: Immer mehr Studiengänge, vor allem an der Fachhochschule, sehen in der Prüfungsordnung Praxissemester vor. In Bachelor-Studiengängen wird dies i.d.R. ab dem 4. Semester absolviert. In Diplom-/Masterstudiengängen ist oftmals noch ein zweites Praxissemester am Ende des Studiums, z.B. im achten Semester, vorgesehen.
    Dauer: Diese ist in der Prüfungsordnung vorgeschrieben und variiert je nach Studiengang, meistens sind es mindestens 20 Wochen.
  • Suche: Auch wenn du während des Praktikums von deiner Hochschule betreut wirst, bist du für die Suche nach einer geeigneten Stelle selbst verantwortlich. Oftmals gibt es aber Informationsveranstaltungen seitens der Hochschule zu diesem Thema, bei denen z.B. Kommilitonen  höherer Semester über ihre Praxissemester berichten. Wichtig ist, dass du dich über die Anforderungen an das Praktikum informierst, damit es dir angerechnet wird.
  • Inhalt: Ein Vorteil des Praxissemesters ist es, dass du bereits über theoretische Branchenkenntnisse verfügst, die du nun im Arbeitsleben anwenden kannst. Und da sich das Praxissemester über mehrere Wochen erstreckt, bekommst du einen tieferen Einblick in den Job als dies z.B. beim Vorpraktikum der Fall ist.
  • Tipp: Durch ein Praxissemester im Ausland sammelst du nicht nur Berufserfahrung, sondern kannst auch eine neue Kultur kennenlernen und deine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Hierfür gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten.

Pflichtpraktikum

  • Zeitpunkt: Wie der Name schon sagt, ist das Pflichtpraktikum in vielen Studiengängen obligatorisch, der Zeitpunkt variiert dabei allerdings.
  • Dauer: Das Pflichtpraktikum kann mehrere Wochen dauern oder ein ganzes Semester.
  • Inhalt: Die Tätigkeit muss in Zusammenhang mit deinem Studienfach stehen, in deiner Studienordnung sind Lernziele des Praktikums angegeben.
  • Recht: Das Pflichtpraktikum ist Teil deiner Ausbildung, deshalb musst du keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Allerdings hast du auch kein Anrecht auf Gehalt, es kann natürlich mit dem Arbeitgeber etwas anderes vereinbart werden.
  • Hinweis: Wenn du Bafög erhälst, solltest du berücksichtigen, dass eine mögliche Praktikumsvergütung darauf angerechnet wird. d.h. sich dein Bafög-Anspruch also reduziert.

Freiwilliges Praktikum

  • Zeitpunkt: Da dieses Praktikum aus deiner eigenen Motivation heraus abgeleistet wird, bist du natürlich vollkommen frei, was den Zeitpunkt angeht.
  • Dauer: Du kannst das Praktikum neben dem Studium ableisten oder dir auch ein ganzes Semester dafür freinehmen.
  • Suche: Im Gegensatz zu einem Pflichtpraktikum, wo du an einen bestimmten Zeitraum gebunden bist, hast du hier keinen Druck was die Suche einer Stelle angeht.
  • Recht: Du bist, im Gegensatz zum Pflichtpraktikum, nicht in erster Linie Student, sondern normaler Arbeitnehmer, dazu gehört u.a. auch, dass du Anrecht auf  bezahlte Urlaubstage hast. Dies und andere Details, wie z.B. eine mögliche Vergütung, sollten in einem schriftlichen Praktikumsvertrag festgehalten werden. Wenn du mehr als 450 €/Monat verdienst, bist du verpflichtet, in die Rentenversicherung einzuzahlen.
  • Tipp: Auch wenn du keinen Praktikumsbericht schreiben musst – nutze das Praktikum für eine Selbsteinschätzung und aktualisiere deinen Lebenslauf.
  • Hinweis: Der Praktikumszeitpunkt kann sich auf deinen Bafög-Anspruch auswirken, wenn du das Praktikum nicht während der Semesterferien ableistest, entfällt deine Förderungsfähigkeit für die Dauer des Praktikums.

Nachpraktikum

  • Zeitpunkt: Wie der Name schon sagt, leistest du das Praktikum nach Abschluss deines Studiums ab, denn häufig ist der Einstieg in das Berufsleben über ein Praktikum der einfachste Weg in die digitale Welt.
  • Inhalt: Da sich über ein Nachpraktikum öfter eine Festanstellung ergibt, solltest du dir etwas suchen, was dich auch längerfristig interessiert. Deute ruhig schon im Vorstellungsgespräch an, falls du das Praktikum nicht nur zur Überbrückung oder zum Ausprobieren machen möchtest.
  • Recht: Da du ja dein Studium bereits abgeschlossen hast, hast du keinen Studentenstatus mehr. Du bist normaler Arbeitnehmer und demzufolge kommen auch die üblichen Zahlungen wie Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung auf dich zu, sofern du die Minijob-Grenze von 450 € überschreitest.
  • Tipp: Wenn du während des Studiums noch wenig Praxiserfahrung gesammelt hast, ist ein Nachpraktikum eine gute Möglichkeit für dich, um Unternehmensluft zu schnuppern. Hast du aber bereits vorher schon viel praktische Erfahrung gesammelt, musst du dich nicht auf ein eventuell unbezahltes Praktikum einlassen, dann wäre eine Trainee-Stelle vielleicht eher für dich geeignet.

Trainee

  • Zeitpunkt: Wie ein Nachpraktikum ist eine Trainee-Stelle ein Einstieg in das Berufsleben, d.h. wird irgendwann nach Abschluss des Studiums absolviert.
  • Dauer: In der Regel dauert eine Trainee-Ausbildung länger als ein Praktikum, etwa 12–24 Monate.
  • Suche: Oft sind für eine erfolgreiche Einstellung nicht nur Bewerbung und Vorstellungsgespräch nötig, sondern Bewerber müssen Assessment Center durchlaufen.
  • Inhalt: Der Arbeitnehmer wird nach einem speziellen Einsatzplan in alle wichtigen Tätigkeitsbereiche eingeführt und soll zum Management-Nachwuchs von morgen ausgebildet werden. Oft gehören Seminare, in denen Soft Skills trainiert werden, zum Programm. Ebenso kann ein Auslandseinsatz Teil einer Trainee-Ausbildung sein.
  • Recht: Das Gehalt ist branchenabhängig, aber im Gegensatz zu Praktika so ausgelegt, dass man damit i.d.R. über die Runden kommen kann.
  • Tipp: Hast du in einem Unternehmen bereits ein Praktikum absolviert, sind deine Chancen auf eine Trainee-Stelle meistens höher.
nach oben